Lago di Garda - Riviera dei Limoni e dei Castelli 


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Campione del Garda

Campione befindet sich auf einem kleinen, von dem gleichnamigen Wildbach gebildeten halbkreisförmigen Strand am Fuße eines schroffen Steilhanges. Hier entstand 1896 auf Initiative von Giacomo Feltrinelli eine Baumwollweberei mit den Häusern der Arbeiter, Schulen, Theater, Kirche und Schrebergärten: Ein regelrechter kleiner Industrieort, von dem noch heute die Hauptstrukturen übriggeblieben sind. Mit der Schließung der Fabrik im Jahre 1981 mussten sich die Einwohner von Campione eine neue Einkommensquelle suchen, die sie im Tourismus gefunden haben. Dank des konstant wehenden Windes hat sich hier der Windsurf- und Segeltourismus entwickelt, der in jeder Jahreszeit die Sportler anzieht.

Die Gebirgsstraße

Wer von dem See aus zu den Häusern hochsieht, die in etwa 300 m Höhe am Rande der Hochebene stehen, fragt sich, wie es nur möglich ist, dass eine Straße bis dorthin führen kann. Jahrhundertelang führte nur ein steiler Pfad vom Hafen bis zum Hauptort. Jahrhundertelang haben die Menschen im Schweiße ihres Angesichts Holz, Kohlen, Öl und Weizen über diesen Pfad transportiert und den Booten und später den Schiffen anvertraut, die Anfang des 19. Jh. begonnen haben, auf dem See zu verkehren. Erst 1913 wurde nach einem Projekt des Ing. Arturo Cozzaglio und auf Initiative des Pfarrers Don Giacomo Zanini die Straße vom Hafen über Pieve bis nach Vesio gebaut. Ein echtes Juwel, das der ungezähmten Bergwelt trotzend mitten durch die Höllenschlucht führt, die der Wildbach Brasa aus den Felsen gegraben hat. Es ist ein absolutes Muss, die Straße einmal mit dem Auto entlang zu fahren, in den Ausweichstellen zu halten und sich das Panorama anzusehen und dort, wo die Schlucht zum wahrhaft höllischen Engpass wird, einige Fotos zu machen.

Die Kirchen

Viele der kleinen Ortschaften der Gemeinde besitzen eine eigene Kirche oder Kapelle. Besonders interessant ist:

Die Kirche von San Giovanni Battista in Pieve, mit ihrem romanischen Glockenturm aus dem 11. Jh. Im Inneren befinden sich die Altäre „Madonna del Rosario" (Maria mit dem Rosenkranz) (17. Jh.), „Madonna dei Miracoli" (die Wunderbare Jungfrau Maria) (18. Jh.), „Sacra Famiglia" (die Heilige Familie) (17. Jh.), „Die Heiligen Rocco e Valentino", „Immacolata" (die Unbefleckte) und „L'Ultima Cena" (das letzte Abendmahl). Außerdem enthält sie zahlreiche Gemälde sowie die von Giacomo Lucchini aus Condino (Trento), ausgeführten Schnitzereien für den Chor des Presbyteriums, den Schrank und die Bänke der Sakristei.

Die Kirche von San Bartolomeo in Vesio enthält Gemälde von Gian Domenico Cignaroli, Bartolomeo Zeni und Antonio Staliani. Außerdem enthält sie eine vor kurzem restaurierte Orgel des berühmten Gaetano Callido (1727-1813).

Die Wallfahrtskirche von San Michele befindet sich im gleichnamigen Tal an dem Maultierpfad, der zum Tremalzopass hoch führt. Sie wurde wahrscheinlich von den Langobarden, die den Heiligen als Schutzpatron ehrten, errichtet, ist aber mehrmals erneuert worden. Außer der Kirche befindet sich dort auch die Klause.

Bondo See

In Vesio, hinter der vor Jahrtausenden vom Gletscher abgelagerten Moräne, liegt der kleine Bondo-See. Er enthält nur nach reichen Regenfällen Wasser, wenn sich der Wildbach gefüllt hat, der von den Pässen Nota und Tremalzo herabfließt. Hier sind so viele seltene Pflanzenarten vorhanden, dass die Region Lombardei einen Naturpark gegründet hat. Es gibt viele Möglichkeiten, die Gegend zu Fuß oder zu Pferde zu entdecken. Wenn Sie nähere Informationen möchten, können Sie sich direkt an den am Taleingang gelegenen Bauernhof "La Betulla" (Tel. +39 0365 951060 oder 951022) wenden.