Limone sul GardaLimonaia del Castèl
Die Pfarrkirche
Apolipoproteina A-1 Milano
Die Geschichte der Entdeckung des Apolipoproteins A-1 Milano beginnt im Jahre 1979. Ein aus Limone stammender Angestellter der Eisenbahngesellschaft, seit mehr als 20 Jahren wohnhaft in Mailand, wird zu Routineuntersuchungen ins Krankenhaus eingeliefert. Die Ergebnisse der Untersuchungen verblüffen die Ärzte, da der Patient sowohl sehr hohe Cholesterinwerte als auch einen hohen Spiegel an Triglyzeride aufweist, dies allerdings ohne erwähnenswerte klinische Symptome. Weder in den Arterien noch am Herzen können Schäden festgestellt werden. Den Ärzten erscheint dies nicht nur äußerst seltsam sondern gar unglaublich, und sie beschließen, der Sache auf den Grund zu gehen. Im Blut des Patienten sowie seines Vaters und seiner Tochter entdecken sie ein anormales Protein, das sie Apolipoprotein A-1 Milano nennen (nach einer Gepflogenheit unter den Medizinern wird dem Stoff der Namen der Stadt gegeben, in der er entdeckt wurde). Was jedoch zählt, ist die Tatsache, dass sich dieses Protein im Blut der Menschen aus Limone zwar auf sehr anormale aber um so nützliche Weise verhält. Es transportiert die Fette ausgesprochen schnell aus den Arterien zur Leber, um dort ausgeschieden zu werden, so dass es auf außergewöhnlich effiziente Weise gegen Arteriosklerose und Herzinfarkt wirkt. Tourism Museum
Nach dem Bau der Gardesana-Straße (1929-1931), die eine Verbindung mit Gargnano und mit Riva hergestellt hat, wurde Limone in der zweiten Hälfte des 20. Jh. eines der betuchtesten Touristenzentren des Gardasees. Zahlreiche Faktoren haben diese Entwicklung beeinflusst: die Position am See, die Morphologie der Umgebung, die charakteristische Beschaffenheit des historischen Zentrums, die klimatischen Bedingungen, der Tätigkeitsdrang der Einwohner und die Sorgfalt der öffentlichen Verwaltung. In etwas mehr als fünfzig Jahren konnte man der Öffnung von Campingplätzen und Zimmervermietungen beiwohnen, dann der Entstehung von Gasthäusern, Hotels, Wohnungen, Apartmenthäusern, Residence, Bars, Restaurants und Geschäften, die das Wesen des Dorfs und das Leben der Einwohner geändert haben. Der Tourismus, der nahezu ausschließlich aus dem Ausland kommt, stellt heute praktisch die einzige wirtschaftliche Tätigkeit Limones dar.
Eben um Dokumente, Bilder, Statistiken, Zeugnisse, usw. zu sammeln, die sich auf irgendeine Weise auf das Entstehen und die Entwicklung des Tourismus beziehen, hat die Gemeindeverwaltung, in Zusammenarbeit mit dem Tourismuskonsortium Limone, der Provinz Brescia und der Region Lombardei, die Gründung des „Dokumentationszentrums über den Tourismus" im früheren Gemeindegebäude in Via Comboni Nr. 3 angeregt. Insbesondere beziehen sich die Suche und die Sammeltätigkeit auf: Plakate, Prospekte, Preislisten, Filme, Fotographien, Ansichtskarten, Zeitungsartikel, Werbeanzeigen, Schriftstücke der Gemeinde und höherer Ebenen, Veranstaltungskalender, Statistiken, Bücher, Reiseführer, Doktorarbeiten, Briefe, Souvenirs. Neben Limone im Allgemeinen betreffen die Suche und das Sammeln von Unterlagen auch die einzelnen Tourismusbetriebe, die im Bereich des Tourismus Tätigen (Unternehmer, Angestellte, Mitarbeiter), Verwalter, Fachleute, Touristen. Besondere Aufmerksamkeit wurde auch der Entdeckung des Apoliproteins - A1 Milano geschenkt. Beim „Zentrum", das nach und nach wachsen muss, können alle mitarbeiten, indem sie Materialien und Zeugnisse zur Verfügung stellen. Villa Boghi
„La Casetta" (das Hauschen), heute, allgemein als „Villa Boghi" bezeichnet, wurde zu Beginn des 20. Jh nach einem Plan des Ingenieurs Giovanni Bonaventura Gerardi errichtet. Sein Eigentümer war Luigi Gerardi (1828-1906); bei seinem Tode ging das Gebäude auf seine Tochter Sofia (1880-1943), die mit Antonio Boghi (1867-1931), einem in den Ort Limone sul Garda vernarrten Industriellen aus Cantù, verheiratet war. Im Laufe des Zweiten Weltkriegs wurde die Villa mehrmals beschlagnahmt: im September 1943, um dort den deutschen Befehlsstab einzuquartieren, im April 1944 - als auch Limone zum Gebiet der Italienischen Sozialrepublik (R.S.I.) gehörte - für den Oberleutnant Bruno Ridarelli, im Mai, um dort zuerst den General Tomaso Semandini, Leiter des politischen Dienstes der Hauptkommandos der Republikanischen Nationalgarde, dann den Bildungsminister Carlo Alberto Biggini zu beherbergen. Am 26. August 1944 beantragte dann die Werkstätte X der FIAT, die einige ihrer Anlagen in die Tunnels der westlichen Gardesana-Straße verlegt hatte, die Beschlagnahme der 11 Räume, um dort ihre Büros unterzubringen.
Seit 2004 hat die Gemeinde in Villa Boghi ihren Sitz. Man gelangt sowohl von Via IV Novembre als auch von Via Tamas, in der Nähe des dem San Giovanni Nepomuceno gewidmeten Kapitells, in das Gebäude. Im großen Park, der jeder Tag von 08.00 bis 22.00 Uhr für die Öffentlichkeit zugänglich ist, wurden das Zitronen Gewächse haus, die Wege und Beete mit Sorgfalt in Ordnung gebracht. Zahlreich sind die Zirrus Gewächse, die Olivenbäume, Zypressen, Palmen and exotischen Pflanzen. Im nördlichen Abschnitt des Gartens wurde eine Büste des San Daniele Comboni (1831-1881), ein Werk des Hanes Oberstaller aus dem Jahre 1981, aufgestellt. Centro Missionario CombonianoIn diesem Haus ist am 15. März 1831 Daniele Comboni geboren, Missionsbruder in Schwarzafrika. Im Jahre 1996 sprach ihn Papst Johannes Paul II in Rom selig und am 5. Oktober 2003 heilig. Seit über einem Jahrhundert regt dieser Ort ganze Generationen von Missionären und Laien zum Dienst am Nächsten an. Die Combonianer-Brüder freuen sich, Ihnen hier ihren Ordensgründer und das Gebiet, das ihn geformt hat, sowie die Ideale, für die er lebte und starb, zu präsentieren. Die Kirche von San RoccoDiese Kirche wurde im 16. Jh. als Weihgabe gegen die Pest erbaut; vor kurzem ist sie nun restauriert worden. Sie fügt sich harmonisch ins Landschaftsbild ein, und bietet in ihrem Inneren originelle Dekorationen. Am 16. August wird das Kirchweihfest dieses Schutzheiligen gefeiert. Die Kirche von San PietroDie Kirche liegt in einem Olivenhain an der Straße, die von Limone nach Tremosine hoch führt. Sie ist eine der ältesten Kultstätten am Gardasee. In einer Schrift des Papstes Urban III. aus dem Jahre 1186 wird diese Kirche bereits erwähnt. Sie besteht aus einem einzigen Kirchenschiff und beherbergt in ihrem Inneren wertvolle Fresken aus dem 13. und 14. Jh. Am 29. Juni wird der Schutzpatron gefeiert. |
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