Lago di Garda - Riviera dei Limoni e dei Castelli 


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Gardone Riviera

Vittoriale degli Italiani

Der Vittoriale ist ein weiträumiges Museum, das aus verschiedenen Gebäuden besteht: einem großen Amphitheater (das größte des Gardaseegebietes mit 1.500 Plätzen), Alleen, Plätzen, Gärten und Parks mit Brunnen, Wasserläufen und einem kleinem künstlichen Weiher. Das von Gabriele D’Annunzio Prioria" genannte Haus ist heute noch genau so wie der Dichter es einrichtete. In den zahlreichen Zimmern sind Tausende von Einrichtungsgegenständen und Kunstwerken aufbewahrt, die an sein heroisches Leben erinnern. Der Vittoriale ist eine von Mauern umgegebene Anlage - sie erstreckt sich über eine Flache von ungefähr neun Hektar; zu ihm gehört auch ein Turm mit einem kleinen Hafen am See. Es ist eines der betuchtesten Museen Italiens mit ungefähr 200.000 Besuchern im Jahr. Im Vittoriale befinden sich ferner ein Torpedoboot und eines des ersten Flugzeuge der Kriegsgeschichte, ein Fiat Modell 4 und eine Isotta Fraschini.

Im Schifamondo" genannten Flügel sind das Auditorium und das Kriegsmuseum. Der Kreuzer Puglia, der dem Dichter von der Kriegsmarine geschenkt wurde, ist besonders eindrucksvoll: das Schiff steht auf einer Anhöhe, umgeben von den Bäumen des Parks. Auf dem höchsten Hügel befindet sich das Mausoleum mit den Sarkophagen von D’Annunzio und den Legionären von Fiume. In den Gärten der Prioria begegnen wir zahlreichen Erinnerungsstücken an den ersten Weltkrieg, so den Massi del Grappa", den historischen Monti di guerra" und der wertvollen Canefora aus Bronze von Martinuzzi. Von den Garten aus gelangt man zu zwei kleinen Bachen, die D’AnnunzioAcqua Pazza" und Acqua Savia" genannt hat.

Das Vittoriale steht für ein in der ganzen Welt einzigartiges Spektakel der Kunst und Kultur. Zum Vittoriale gehört ein Freilichttheater, das 1.500 Personen Platz bietet und in einem herrlichen Park mit einer großartigen Aussicht liegt. Hier wird in den Monaten Juli und August ein exklusives und anspruchsvolles Programm mit Ballett, Operetten, Prosa, und Kabarett sowie mit klassischer und leichter Musik aufgeführt.

Info:
Tel. +39 0365 296511
www.vittoriale.it
vittoriale@vittoriale.it

Der Botanische Garten „A. Hruska"

1901 kam der berühmte Zahnarzt und Wissenschaftler Arthur Hruska nach Gardone, um persönlich die Besonderheiten des Klimas des Gardasees kennen- und schätzen zu lernen. Zwischen 1910 und 1971 schuf er um seinen Wohnsitz herum den Botanischen Garten, der sich auf über eineinhalb Hektar ausdehnt und in dem sich mehr als 500 verschiedene Pflanzenarten aus allen Kontinenten und Klimazonen befinden, wie Magnolien, Tibet-Primeln, Schilfe jeder Größe, Iris und grüne Farne, unter denen die „Osmunda regalis" einen Ehrenplatz einnimmt. Reich vertreten sind auch die fleischfressenden und die subtropischen Pflanzen. Außerdem findet man hier zahlreiche Wasserpflanzen, die auf kleinen Teichen zwischen den Wasserspielen der typisch japanischen Landschaftsarchitektur blühen. Zum Botanischen Garten gehört ein dichter Bambuswald. Die Alpenblumen sind umschlossen von Felsen, Spalten und Schluchten.

Der Garten ist seit 1988 Besitz der Stiftung „Andrè Heller" (des österreichischen Komödianten und Schriftstellers) und von März bis Oktober von 09.00 bis 19.00 Uhr geöffnet.

Informationen:
Stiftung Andrè Heller, Botanischer Garten „A. Hruska"

Via Roma, 25083 Gardone Riviera
Tel. +39 336 410877
www.hellergarden.com
info@hellergarden.com

Villa Alba

Die Villa Alba entstand in den ersten Jahren des 20. Jh.; der Entwurf des deutschen Architekten Schäfer lehnt sich an die Akropolis in Athen an. Die Villa war der Besitz der Familie Langensiepen. Der Bau im klassizistischen Stil beeindruckt durch eine majestätische Fassade mit Säulengängen, eine auf Karyatiden ruhende Loggia, einen mit Basrelieffiguren geschmückten Giebel und eine monumentale Freitreppe. In den sechziger Jahren wurden die Villa und der Park von der Gemeinde aufgekauft, die hier das erste Kongresszentrum des Gardasees einrichtete.

Die Kirche von San Nicolò

Die Kirche ist ein Werk des Architekten Paolo Soratini aus Lonato und wurde auf einem schon seit 1391 bestehenden Gebäude erbaut. Sie wurde 1740 beendet und beherbergt zwei Gemälde („La Pietà" und „Pentecoste") von Zenon Veronese (1484-1553); ein Gemälde von Palma il Giovane (1570-1596), welches die Madonna, Jesus, San Michele, San Nicolò und den Abt Sant’Antonio darstellt; ein Gemälde mit San Nicolò, dem Abt Sant’Antonio und die Santi Faustino und Giovita von Andrea Celesti (1637-1712); Fresken von Francesco Monti (1683-1768), darunter „Assunzione di Maria" (Maria Himmelfahrt) (von 1750 ca.) sowie die 14 Bilder der „Via Crucis" (des Kreuzweges) von Augusto Lozzia. Gegenstand besonderer Aufmerksamkeit ist das Abbild der „Madonna di Fraole" (erster Altar links), zu deren Ehre Anfang Oktober ein großes Fest mit Prozession gefeiert wird. Die zum See hin gerichtete Apsis ist von einer charakteristischen Galerie umgeben, die eine herrliche Aussicht auf den Gardasee, von der Punta San Vigilio bis hinunter nach Peschiera, Sirmione, über die Rocca von Manerba und die Insel Garda, bietet.